Erkennst du KI-Texte?

Es gibt unzählige Listen an “Erkennungsmerkmalen” und jeder, der bestimmte Wörter nutzt gerät unter Generalverdacht. Und dann gibt es noch Software, die erkennen soll, ob ein Text mit KI erstellt wurde.

Wie gut sind KI-Detektoren?

Jede fünfte Entscheidung ist falsch

KI-Detektionstools funktionieren nicht zuverlässig genug, um als Urteilsgrundlage zu dienen! Das ist kein Meinungsurteil, sondern ein belegter Befund. Trotzdem entsteht damit gerade ein florierendes Geschäftsmodell.

Kein getestetes Tool kam in unabhängigen Studien über 80 % Genauigkeit. Das klingt vertretbar, bis man bedenkt, was das im Umkehrschluss bedeutet: Jede fünfte Entscheidung ist falsch! Bei Systemen, die eingesetzt werden, um Texte – und damit die Leistung eines Menschen – zu bewerten, ist das keine tolerierbare Fehlerquote! Das Prinzip der Unschuldsvermutung ist hier klar außer Kraft gesetzt, denn 80% ist kein Beweis.

So funktionieren KI Detektoren

Das Messprinzip dahinter: Die Tools messen, wie vorhersehbar Wortfolgen sind. Wer fachlich präzise schreibt, wer bestimmten Textkonventionen folgt, produziert statistisch “verdächtige” Texte. Und das nicht weil er KI nutzt, sondern weil sein Schreibstil bestimmten Mustern entspricht, die der Algorithmus mit Maschinenoutput assoziiert. Das Tool kann Kompetenz nicht sicher von Automatisierung unterscheiden.

Warum wird das trotzdem eingesetzt?

Was mich an dieser Debatte beschäftigt, ist weniger die technische Schwäche der Tools, denn die ist schließlich bekannt. Es ist die (fehlende) Logik, mit der sie trotzdem eingesetzt werden.

🤔Und die fehlende Erkenntnis, dass das Nutzen von KI Tools nicht zwingend eine schlechte (inhaltliche) Qualität der Texte bedeutet.

Ich sehe nach wie vor eine große Bereitschaft, dem algorithmischen Ergebnis mehr zu vertrauen als dem eigenen Urteil. KI-Detektionstools bedienen genau diesen Reflex. Sie verwandeln Misstrauen in eine Prozentzahl und nennen das Analyse.

Die Lösung? Gibt es natürlich auch als Tool

Gleichzeitig wächst die Gegenbewegung: Tools, die Texte gezielt so umformulieren, dass sie “menschlicher” wirken. Die Detektionsindustrie erzeugt damit genau das Verhalten, gegen das sie angeblich vorgeht. Ein klassischer Rüstungswettlauf – nur dass hier nicht nur Technologie gegen Technologie antritt, sondern Menschen zwischen den Fronten stehen.

Ein Wahrscheinlichkeitswert ist keine Entscheidung und wer ihn als eine behandelt, delegiert Urteilsvermögen an ein System, das nicht beurteilen kann, was es vorgibt zu messen.

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: KI Schreibstil erkennen

Ich muss (!) meine Begeisterung für Claude Skills mit euch teilen. 😉

Wer mich kennt, weiß, dass ich niemand bin, der jedem Feature hinterher rennt.

Custom GPTs habe ich, Projektanweisungen auch. Stilreferenzen sowieso. Das hat auch wunderbar funktioniert.

Claude Skills befördert das alles für mich auf ein ganz anderes Niveau. Claude wird zu meinem persönlichen Assistenten und ich brauche keinen Agenten dafür.

💡Ein Skill ist eine Datei, die Claude anweist, eine konkrete Aufgabe selbständig zu erledigen. Nicht nur unterstützen, sondern erledigen. Mit jedem Skill, den du ihm gibst, kann Claude mehr. Er wird zu deinem persönlichen Assistenten, der dein Corporate Design kennt und deine Workflows umsetzt, ohne dass du jedes Mal erklären musst, was du brauchst und wie du es umgesetzt haben möchtest.

Ich sage “Erstelle ein Powepoint aus den Informationen von Notion Seite XY” und bekomme ein fertiges PPTX in meinem CI, bei dem jeder Abstand und jede Schriftgröße stimmt. Ich sage “Mach daraus ein Carousel” und bekomme ein PDF in einem anderen von mir festgelegten Design für meine LinkedIn Carousels.

Mit jedem neuen Skill wächst das Repertoire. Claude erstellt mir Rechnungen, Angebote, Schulungsunterlagen, Schulungs-Zertifikate, Präsentationen, u.v.m.. Alles nach den jeweils für diese Anwendung festgelegten Vorgaben.

Wenn du das auch umsetzen möchtest, dich aber alleine nicht rantraust: Am 23. April mache ich einen Kompakt-Workshop. Ich zeige live, wie man einen Skill erstellt und du kannst direkt mitmachen: Wir erstellen gemeinsam einen Skill, der PowerPoint-Präsentationen in deinem individuellen Design generiert. Du gehst mit einem funktionierenden, installierten Skill aus dem Workshop.

📅Hier geht´s zur Anmeldung:

https://lnkd.in/d3Vw4i6b

Keine Vorkenntnisse nötig. Alles passiert im Chat. Du benötigst nur Claude, möglichst in einer Bezahlvariante, weil das Nutzungslimit bei Free-Accounts möglicherweise nicht ausreicht, um einen kompletten Skill ohne Unterbrechung zu erstellen.

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: Claude Skills

KI halluziniert. Auch die fortschrittlichsten Sprachmodelle wie Claude oder ChatGPT.

Aber es gibt wirksame Strategien, Halluzinationen zu reduzieren.

Anthropic hat 7 konkrete Strategien veröffentlicht, mit denen sich Halluzinationen nachweislich reduzieren lassen. Es sind praxistaugliche Prompting-Techniken vom Profi, die du sofort anwenden kannst.

💡Ich habe die Empfehlungen für dich so aufbereitet, dass sie ganz einfach anzuwenden sind, jede mit einem konkreten Prompt zum direkten Umsetzen.

Die Kurzversion:

→ Gib der KI die Erlaubnis, „Ich weiß es nicht” zu sagen

→ Lass konkrete Zitate extrahieren, bevor du Fragen beantworten lässt

→ Nutze Chain-of-Thought, um fehlerhafte Logik sichtbar zu machen

→ Vergleiche mehrere Outputs auf Konsistenz

→ Verfeinere iterativ und lass das LLM sich selbst korrigieren

→ Schränke den Zugriff auf externes Wissen ein

→ Fordere Quellenangaben für jede Behauptung ein

Diese Techniken können Halluzinationen nicht vollständig verhindern. Aber sie machen den Umgang damit systematisch und überprüfbar. Das ist ein wichtiger Schritt zu kontrollierter Nutzung generativer KI.

👇 Swipe durch das Carousel und lerne alle 7 Strategien im Detail. Ich habe für jede der Strategien konkrete Prompts zum direkten Verwenden für dich erstellt.

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: KI – Halluzinationen reduzieren

Generative KI macht es möglich, zu jedem Thema einen professionell klingenden Fachartikel zu produzieren. Das verändert aber nicht, wer die Verantwortung für den Inhalt trägt.

Wer einen Fachartikel veröffentlicht, unterschreibt damit stillschweigend einen Vertrag mit seinen Lesern: Ich stehe für diesen Inhalt. Ob dabei KI genutzt wurde oder nicht macht keinen Unterschied, die Verantwortung bleibt beim Verfasser.

Das ist keine rein moralische Frage, sondern eine epistemische. Fachwissen bedeutet nicht nur, dass jemand Texte zu einem Thema produzieren kann. Es bedeutet, dass er beurteilen kann, ob das Ergebnis der KI nur plausibel ist oder einer fachlichen Überprüfung standhält. Und ob es einen Mehrwert bietet, denn das sollte ein fachlicher Beitrag leisten.

Hier entsteht ein Problem, das in der KI-Nutzung oft unterschätzt wird.

-> Die Delegation der Kompetenz

„Schreibe einen Fachartikel über Lieferkettenrisiken im Mittelstand.” Der Prompt ist gesetzt, das Ergebnis kommt nach Sekunden, klingt professionell, ist gut strukturiert, die KI zitiert sinnvoll wirkende Zusammenhänge. Was fehlt: eine kritische Instanz, die das Ergebnis tatsächlich prüft.

Das setzt Fachkompetenz voraus. Wer sie nicht besitzt, kann nicht beurteilen, ob ein Sprachmodell halluziniert, ob es veraltete Daten verwendet, ob es vereinfacht wo Differenzierung nötig wäre, ob es durch Trainingsverzerrungen systematisch in eine Richtung zieht (Bias).

Die Delegation des Schreibens ist kein Problem. Die Delegation des Urteilsvermögens schon.

-> Was Sprachmodelle nicht leisten

Ein LLM optimiert auf sprachliche Plausibilität. Ein Satz, der gut klingt und grammatikalisch vollständig ist, hat gute Chancen, im Output zu erscheinen, unabhängig davon, ob er richtig ist oder Mehrwert liefert. Denn KI-generierte Inhalte können plausibel klingen und trotzdem falsch liegen. Gerade bei komplexen Fachthemen, wo Quellen dünn, Zusammenhänge mehrdeutig oder Datensätze unvollständig sind, ist das Fehlerrisiko erhöht.

Wer da nicht selbst bewerten kann, merkt es nicht.

-> Expertise als Voraussetzung, nicht als Ergebnis

Die Logik „Ich nutze KI, um wie ein Experte zu wirken” dreht die Kausalität um. Expertise entsteht nicht durch die Nutzung eines Werkzeugs wie einem LLM, das gut klingende Texte produziert. Sie entsteht durch Auseinandersetzung, Fehler, Korrektur, vertiefte Beschäftigung mit einem Thema.

KI kann Expertinnen und Experten gut unterstützen: beim Strukturieren, beim Formulieren, beim Zusammenführen von Material. Was sie nicht kann: das Urteilsvermögen ersetzen, das nötig ist, um den Output zu validieren.

Wer diesen Unterschied nicht kennt oder ignoriert, trägt trotzdem die Verantwortung für das, was veröffentlicht wird. Gegenüber Menschen, die auf der Suche nach verlässlichen Einschätzungen sind.

Das ist keine Frage der KI-Nutzung, sondern der Integrität im Umgang mit Öffentlichkeit.

KI kann jeden zum Autor machen. Zum Experten nicht.

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: KI ist kein Fachexperte

Du brauchst keinen Agenten mehr um zu automatisieren!

Viele KI-Agenten werden gerade durch die Einführung von Skills überflüssig: Skills sind für einige Einsatzzwecke nicht nur flexibler, sondern um ein Vielfaches einfacher einzurichten.

Was ist ein Skill?

Ein Skill ist eine persönliche Arbeitsanweisung für dein LLM. Es enthält alle Instruktionen, die die KI braucht, um eine Aufgabe exakt so auszuführen, wie du es festlegst: Dokumentenformat, Arbeitsschritte, Kontext, Schreibstil, Qualitätsrichtlinien, u.v.m.

Kein zusätzliches Tool, keine Programmierkenntnisse, keine Einrichtungshürde: Den Skill kannst du direkt im Chat erstellen.

Dein persönlicher prall gefüllter Werkzeugkoffer

Stell dir ein Netzwerk spezialisierter KI-Assistenten vor: Jeder Skill übernimmt einen klar definierten Aufgabenbereich und das LLM greift selbstständig auf das richtige Werkzeug zu, sobald es es braucht. Kein ausführliches Briefing im Prompt. Nie wieder Verlust des eigenen Stils an “typisch KI”.

Was Skills konkret leisten:

→ Wiederkehrende Anforderungen als jederzeit abrufbare, flexible Werkzeuge

→ Präzise Arbeitsanweisungen inkl. Ausgabeformat und Qualitätsrichtlinien

→ Zeitersparnis und Professionalisierung der Ergebnisse

→ Einfache Weitergabe: die Skill-Datei lässt sich teilen und in mehreren LLMs nutzen.

Im Unternehmen haben Skills ihren größten Hebel

Alle Mitarbeitenden nutzen dieselben Skills, passen sie optional an den eigenen Arbeitsbereich an und sorgen so für konsistente Prozesse und Ergebnisse. Ein konkretes Beispiel zeige ich euch im Carousel unten: PDFs, die immer genau im festgelegten Layout und Formatierungslogik generiert werden.

👇 Was das Carousel zeigt

Schritt für Schritt: von der Einrichtung eines Skills über Anpassungen bis zur Aktivierung im Chat. Das Prinzip lässt sich auf viele Aufgaben übertragen: von Schreibstilen bis zu komplexen Dokumentenlogiken.

Die Kompetenz verschiebt sich – mal wieder

Generative KI wird genau in dem Maß produktiver, in dem sie sich an die eigene Arbeitsweise anpasst. Skills sind dafür ein großer Hebel.

Die technische Einrichtung eines Agenten ist nicht mehr die Hürde. Die Hürde ist die saubere Beschreibung der eigenen Prozesse. So präzise, dass die KI sie optimal ausführen kann. Das ist eine wichtige Kompetenz im Umgang mit LLMs.

Die Fähigkeit, einen Skill per Chat erstellen zu lassen, ist übrigens selbst ein vorinstallierter Skill in Claude.

Anmerkung für alle, die mit ChatGPT arbeiten: Skills sind für ChatGPT bereits angekündigt, stehen aber aktuell – zumindest im Plus-Abo – noch nicht zur Verfügung. Meine Erfahrungen hier beziehen sich daher auf Claude Skills, wo die Funktion bereits vollständig nutzbar ist.

🔔 Ich biete in Kürze einen kompakten Workshop zur Erstellung von Skills an. Gib mir gerne in den Kommentaren Bescheid, dann melde ich mich, sobald der Termin steht.

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: Automatisierung mit KI – Skills

Claude kann jetzt Infografiken erstellen.

Interaktive Grafiken direkt im Claude Chat

Direkt im Chat. Keine Bildgenerierung, kein Plugin, kein Umweg über externe Bildgenerierung. Sondern: interaktive Visualisierungen im Chat.

Ja: Interaktiv, das ist , was mich am meisten begeistert.

Was heißt das konkret?

Du fragst Claude nach einem komplexen Zusammenhang und statt einer komplizierten Erklärung bekommst du ein Diagramm. Einen interaktiven Zeitstrahl. Eine Grafik, die du anklicken, filtern und weiterdenken kannst. Mitten im Gespräch.

Ich habe das Feature eben direkt getestet.

Im angehängten Video siehst du das Ergebnis: eine interaktive Infografik zu KI-Technologien im Hype Cycle. Mit interaktiven Elementen, Einordnung der Phasen gebaut von Claude, ohne eine Zeile Code von meiner Seite. In 2 Minuten.

Warum mich das begeistert obwohl ich normalerweise skeptisch gegenüber Feature-Hype bin:

→ Nicht Text rein, Text raus. Sondern: Frage rein, Verständnis raus, in dem Format, das am besten passt.

→Die Visualisierungen entstehen inline im Chat: dort, wo du gerade denkst. Du kannst sie speichern, weiterentwickeln oder als Ausgangspunkt für ein Artefakt nutzen.

→ Das ist kein Spielzeug, das ist Infrastruktur.

Visualisierungen in KI-Chats sind kein Alleinstellungsmerkmal mehr, Gemini kann das auch. Der Unterschied liegt woanders: in der Qualität der Umsetzung, in der Interaktivität und vor allem darin, wie nahtlos sich das ins eigene Arbeiten einfügt.

Claude baut diese Grafiken nicht als Beiwerk. Sie entstehen aus dem Gesprächskontext, reagieren auf Rückfragen, lassen sich anpassen. Das ist kein Feature. Das ist ein anderer Workflow.

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: Interaktife Grafiken mit Claude

Macht mehr Kontext KI-Outputs schlechter?

Und wie kommt relevanter Kontext in die KI?

Manche formalisieren Context Engineering inzwischen als eigenständige Disziplin, die weit über Prompt-Formulierungen hinausgeht. Nicht weil Prompts unwichtig werden, sondern weil Kontext das ist, was Prompts erst wirksam macht.. Gartner hat das sogar so formuliert: “Context engineering is in, and prompt engineering is out”.

Was ist der Unterschied in der Praxis?

Prompt Engineering fragt: Wie formuliere ich die Anfrage optimal?

Context Engineering fragt: Was weiß das Modell über mich und meine Anforderungen, wenn es antwortet?

Der Prompt ist der Auslöser. Der Kontext ist das Fundament. Und das Fundament kommt aus drei Quellen:

– was du direkt mitgibst,

– was das System im Hintergrund liefert (Systemprompts, Gesprächshistorie, Nutzerdaten), und

– was das Modell sich aktiv holt (RAG, Websuche, verbundene Tools wie Notion oder CRM-Systeme).

Context Engineering bedeutet, alle Quellen für Kontext bewusst zu gestalten.

Jetzt kommt der Teil, der es etwas schwierig macht: Mehr Kontext ist nicht besser. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass die Leistung mit wachsendem Kontextfenster zunehmend unzuverlässig wird. Ein Phänomen, das Forschende inzwischen “Context Rot” nennen. Das Modell verliert den Fokus auf das Wesentliche, wenn es mit zu vielen Tokens überladen wird.

Das Kontextfenster funktioniert wie das menschliche Arbeitsgedächtnis: Es ist endlich, und Überladen ist keine Strategie.

Relevanter, strukturierter Kontext schlägt umfangreichen, ungeordneten Kontext.

Context Engineering ist deshalb keine Technik, die man einmal lernt.

Context Engineering ist eine Denkweise, die man auf jeden Prompt anwenden kann:

❓Welche Informationen braucht das Modell, um gute Arbeit zu leisten?

❓Was genau soll ich als Kontext liefern?

❓Wie strukturiere ich die Information so, dass sie maximalen Nutzen für die KI Outputs haben?

Welchen Kontext schuldest du der KI bei deinem nächsten Prompt, damit sie nicht raten muss?

Prompt Engineering ist Taktik. Context Engineering ist Strategie.

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: Anleitung Context Engineering

Was genau passiert, wenn du der KI sagst “nenn mir die beste Lösung” und die KI entscheidet, was “beste” bedeutet?

Dies und noch vieles mehr rund um generative KI und Prompting habe ich im KAI-Podcast mit Heike Gruber besprochen.

Über was wir uns unterhalten haben:

💡 Wie kann man Bias reduzieren?

Durch vage Begriffe wie “Optimiere” oder “Nenn mir die beste Lösung” sicher nicht. Solche Formulierungen klingen nach klaren Aufträgen, sind aber typische Bias-Fallen. Denn “beste” und “optimieren” sind keine objektiven Kriterien. Mit vagen Angaben überlässt du der KI die Entscheidung, welche Wertebasis sie anlegt. Das Ergebnis spiegelt dann eher statistische Durchschnittswerte wider, aber nicht deine Werte.

💡 Wie lassen sich Halluzinationen erkennen und reduzieren?

Ein paar einfache Kniffe, um Halluzinationen zu reduzieren: von Begrenzung der Antwortlänge bis Quellenanforderung. Und: warum erkennen wir Halluzinationen oft nicht, sondern lassen uns von den plausiblen Argumentationen der KI blenden?

Und natürlich:

💡 Rollenprompts

Wenn du einer KI sagst “Du bist ein Marketingleiter mit 25 Jahren Erfahrung”: was willst du damit konkret erreichen? Du versuchst, implizit Kontext zu geben. Aber die KI liefert ohnehin die qualitativ beste Antwort, die sie geben kann. Sie wartet nicht auf eine Rollenzuweisung, bevor sie anfängt, kompetent zu sein. Aber es gibt auch Einsatzbereiche, in denen Rollenprompts sinnvoll sind.

Halluzinationen, Confirmation Bias, Prompt-Länge oder Metaprompting aber auch die Frage: Ersetzt KI Fachexpertise? Heike hat die richtigen Fragen gestellt, und ich habe Antworten gegeben. Keine Hochglanzanleitung, sondern ein authentischer Austausch.

Wissensvermittlung muss nicht immer trocken sein, man kann jede Menge Spaß dabei haben, daher mussten Heike Gruber und ich beim Aufnehmen des Podcasts auch reichlich lachen 😄.

Den Podcast findet ihr hier:

Spotify: https://shorturl.at/PQ8LU

Apple Podcasts: https://shorturl.at/N5zlm

Webseite des wvgw: https://shorturl.at/w0902

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: Podcast Prompting

„Ich hab ChatGPT gekündigt und bin komplett zu Claude gewechselt.” In den letzten Tagen habe ich das unzählige Male hier gelesen.

Ich verstehe den Hype.

Claude macht vieles wirklich besser

und die neuen Automatisierungsfunktionen (quasi ein Umzugsservice von Claude) machen den Umstieg gerade besonders verlockend: [claude.com/import-memory](http://claude.com/import-memory)

Trotzdem rate ich: Nicht blind kündigen.

Denn Claude ist kein 1:1-Ersatz für ChatGPT. Wer einfach wechselt, merkt schnell, was fehlt: z.B. Bildgenerierung, unlimitierte Nutzung. Und auch Prompts, die bei ChatGPT gut funktioniert haben, reagieren bei Claude anders, weil das Modell anders „denkt”.

Das ist keine Kritik an Claude. Es ist ein anderes Tool mit anderen Stärken.

Auch das Ethik-Argument ist gerade sehr laut und ich kann dem durchaus einiges abgewinnen.

Anthropic hat bekanntlich einen Pentagon-Vertrag abgelehnt, weil das US-Verteidigungsministerium auf uneingeschränktem Zugang bestand. Die US-Regierung stufte Anthropic daraufhin als „supply chain risk” ein. OpenAI schloss den Deal wenige Stunden später.

Zudem legt Anthropic die ethischen Grundsätze, nach denen Claude trainiert wird, offen: in der sogenannten Claude Constitution, einem frei zugänglichen Dokument, das Werte, Prioritäten und Grenzen des Modells beschreibt: https://www.anthropic.com/constitution.

Diesen Grad an Transparenz gibt es bei OpenAI so nicht.

Und trotzdem: Anthropic nicht verklären. Auch dieses Unternehmen verfolgt monetäre Ziele und ist kein gemeinnütziger Akteur. 😇

Mein Empfehlung: Beide parallel testen bevor du “kopflos” kündigst.

Du gewinnst einiges, aber was du verlierst, wird oft kaum erwähnt.

Das Carousel zeigt, worauf du achten solltest – bevor du kündigst.

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: Wechsel von ChatGPT zu Claude

Du willst bessere Ergebnisse aus generativer KI rausholen?

Dann lohnt sich ein Blick auf Markdown.

Markdown ist eine simple Methode, Text zu formatieren: Zwei Sternchen um ein Wort? Fettdruck. Eine Raute vor einer Zeile? Überschrift. So einfach ist es. Wer diese einfache Sprache beherrscht, bekommt klarere und strukturiertere Antworten von ChatGPT & Co.

Dabei hat Markdown einen entscheidenden Vorteil: Es ist lesbar für Menschen UND Maschinen. Während Word-Dokumente komplexe Binärdaten nutzen, ist Markdown purer Text. KI kann ihn ohne Umwege direkt verarbeiten, da die Modelle Markdown strukturell interpretieren können, ohne Konvertierung oder Formatierungslogik.

Braucht KI zwingend Markdown?

Nein. Aber Markdown hilft der KI, Informationen konsistent zu strukturieren und erleichtert Parsing durch Tools oder Agents, die das Modell-Output weiterverarbeiten.

Ein Beispiel: Wenn du schreibst “Nenne mir die Vor- und Nachteile”, könnte die KI dir Fließtext, eine Tabelle oder eine Aufzählung liefern. Wenn du dagegen

##Vorteile
– …

##Nachteile

– …

vorgibst, bekommst du genau zwei saubere Listen mit Überschriften.

Warum funktioniert das so gut? KI-Modelle wie GPT wurden mit Millionen Markdown-Dokumenten trainiert. Sie “sprechen” Markdown fließend.

Markdown für präzise Prompts

Besonders wichtig: Markdown ist nicht nur für Outputs nützlich, sondern macht auch deine Prompts präziser. Gerade in Systemprompts, Custom GPTs oder Claude Projects sorgt es für konsistente Strukturen.

Übrigens ist auch für LinkedIn formatierter Texte nicht direkt zugänglich: Wenn du die wichtigsten Passagen im Post fett formatierst läufst du Gefahr, dass genau dieser wichtige Text im Algomithmus keine Berücksichtigung findet. Warum das so ist zeige ich im Carousel. Leider setzt LinkedIn auch kein Markdown um.

Im Carousel bekommst du eine Übersicht über die wichtigsten Markdown Befehle und ich zeige dir, wann Markdown bei KI wirklich Sinn macht und wann nicht.

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: Markwown: Die Sprache der KI