Quellenprüfung mit KI

Titelgrafik Quellenprüfung mit KI mit einer Tabelle aus Quellen und den Status-Markierungen bestätigt, offen und widerlegt

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Die Quellenprüfung mit KI beginnt mit einer unbequemen Einsicht: Eine Quellenangabe in einem KI-Text ist zunächst nur eine Behauptung. Nämlich die, dass eine Aussage von dort stammt.

Ob das stimmt, ist damit nicht gesagt. Und die manuelle Überprüfung ist oft sehr zeitaufwändig.

Quellenprüfung mit KI hat drei Ebenen

„Quellen prüfen“ sind genau genommen drei Schritte:

  1. Existenz: Gibt es die Quelle, und führt der Link auf das genannte Dokument?
  2. Zuordnung: Steht die Aussage dort überhaupt, und taugt sie als Beleg?
  3. Tragfähigkeit: Trägt die Quelle die Aussage in dieser Stärke? Eine Umfrage unter 40 Personen belegt keinen Branchentrend.

Die Websuche klärt nur die erste Prüfebene

Websuche beantwortet vor allem die Frage, ob der Link auf eine existierende Webseite mit dem zitierten Inhalt führt. Das ist die einfachste der drei Ebenen.

Bei der Zuordnung wird es anspruchsvoller. Eine echte Quelle mit falsch zugeordneter Aussage ist schwerer zu entdecken als eine frei erfundene Quelle. Der funktionierende Link erzeugt das Gefühl, geprüft zu haben.

Und schließlich bleibt die Frage, ob die Quelle selbst trägt. Nicht jede im Web geäußerte Meinung ist eine glaubwürdige Quelle, und gute Sprache ist kein Beleg.

So läuft die Quellenprüfung praktisch ab

Praktisch heißt das: Aussagen einzeln herauslösen. Zu jeder Aussage die Fundstelle verlangen. Die Stelle selbst lesen. Und bei Bedarf die KI gezielt nach Gegenbelegen suchen lassen, denn wer nach Bestätigung sucht, findet sie.

Quellenprüfung dokumentieren mit Claude Docs

Zur Unterstützung und Dokumentation meiner Quellenprüfung nutze ich seit Kurzem Claude Docs. Zu jedem Text lege ich einen eigenen Tab „Quellenprüfung“ an. Claude erstellt darin pro Aussage eine Zeile mit Quelle, Status per Dropdown und meinen Notizen. So kann ich jede Aussage gezielt prüfen, und die Prüfung ist dokumentiert.

Dazu kommt ein Tab „Literaturverzeichnis“. Claude stellt darin die geprüften Quellen in genau dem Zitierformat zusammen, das ich brauche.

Der Unterschied zur Prüfung im Kopf oder in einer separaten Liste: Text und Prüfung liegen im selben Dokument. Ich kann jederzeit nachvollziehen und belegen, was ich wie geprüft habe.

Was die KI bei der Quellenprüfung nicht übernimmt

Die KI kann zuarbeiten: Aussagen extrahieren, Fundstellen zitieren, Widersprüche markieren. Die Entscheidung, ob eine Aussage belegt ist, sollte aber nicht das Modell treffen, sondern ein Mensch.

KI gibt mir das Werkzeug für eine zuverlässige Quellenprüfung. Das Prüfen selbst nimmt sie mir nicht ab. Und je sauberer die Quellenangaben formatiert sind, desto größer wird die Versuchung, genau diesen Schritt zu überspringen.

Der Beitrag zur Quellenprüfung mit KI auf LinkedIn

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: Der einfache Weg zur Quellenprüfung mit KI