Claude Chrome Erweiterung: Was der Browser-Agent kann und wo Vorsicht gilt
Die Claude Chrome Erweiterung klickt sich selbständig durch Webseiten und kann dort alles tun, was sonst ich tue. Seit dem jüngsten Update sind diese Browser-Sitzungen Cowork-Sitzungen. Das ist praktisch – und es verlangt ein paar Überlegungen vorab.
Was die Claude Chrome Erweiterung im Browser macht
Claude klickt, tippt und füllt aus. Bin ich auf einer Seite eingeloggt, lassen sich darüber auch Aktionen ausführen, die normalerweise nur ich ausführen kann.
Claude in Chrome ist jetzt eine Cowork-Sitzung
Chats, die mit Claude in Chrome laufen, landen im normalen Claude-Verlauf und lassen sich von dort weiterverarbeiten: im Browser begonnen, auf dem Desktop oder mobil weitergeführt. Auch Skills, Plugins und Connectors greifen in der Erweiterung.
Umgekehrt funktioniert es ebenso: Die Browser-Erweiterung lässt sich direkt aus einer Cowork-Sitzung heraus nutzen. Claude geht selbständig in den Browser und kommt nach Ausführung der Aufgabe zurück, gegebenenfalls mit den dort gesammelten Daten. Wie so eine Sitzung grundsätzlich aufgebaut ist, steht in der Anleitung Claude Cowork.
Wann die Claude Chrome Erweiterung das richtige Werkzeug ist
Verlangt die Aufgabe nicht nur eine Auskunft, sondern eine Handlung oder eine Anmeldung, ist die Erweiterung das Mittel der Wahl. Sie liest nicht nur, sie bedient.
Gibt es dagegen einen Connector zur Quelle, ist er der stabilere Weg – er kennt die Struktur der Daten, während sich die Browser-Steuerung durch eine Oberfläche klickt. Mehr dazu, welches Werkzeug wann trägt, steht unter Claude effizient nutzen.
Es gibt drei Berechtigungsstufen. Unabhängig von der Stufe fragt Claude bei Dateidownloads, bei der Eingabe sensibler Informationen und bei der Vergabe von Berechtigungen nach. Bestimmte Seiten sind von Anthropic offiziell gesperrt: Seiten mit Erwachseneninhalten, bekannte Piraterieseiten und Datingplattformen.
Was die Erweiterung sieht und was im Verlauf bleibt
Claude macht Screenshots der Tabs, in denen es arbeitet. Alles dort Sichtbare wird Teil des Chats – und weil die Sitzung jetzt im Verlauf liegt, bleibt es gespeichert und ist auf den anderen Geräten abrufbar.
Also: Finger weg von allem, was nicht im Verlauf landen soll.
Prompt Injection: das Risiko beim Browser-Zugriff
Claude liest die Seite, auf der es arbeitet. Steht dort Text, der wie eine Anweisung formuliert ist, kann Claude ihn für einen Auftrag halten. Anthropic beziffert die Erfolgsquote bekannter Angriffsmuster im internen Test auf unter 0,08 Prozent – gering, aber nicht null.
Dagegen hilft: mit vertrauten Seiten und einfachen Aufgaben beginnen, und Verbote in den Auftrag schreiben, etwa „nichts senden, nichts löschen”.
Vor der Nutzung steht ohnehin eine andere Frage: Darf das System überhaupt mit einem KI-Assistenten bedient werden? Ein technisch möglicher Zugriff ist noch kein erlaubter Zugriff.
Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: Genial aber mit Vorsicht: Die Claude Chrome Erweiterung ist jetzt eine Cowork-Sitzung


