Wechsel von ChatGPT zu Claude
„Ich hab ChatGPT gekündigt und bin komplett zu Claude gewechselt.” In den letzten Tagen habe ich das unzählige Male hier gelesen.
Ich verstehe den Hype.
Claude macht vieles wirklich besser
und die neuen Automatisierungsfunktionen (quasi ein Umzugsservice von Claude) machen den Umstieg gerade besonders verlockend: [claude.com/import-memory](http://claude.com/import-memory)
Trotzdem rate ich: Nicht blind kündigen.
Denn Claude ist kein 1:1-Ersatz für ChatGPT. Wer einfach wechselt, merkt schnell, was fehlt: z.B. Bildgenerierung, unlimitierte Nutzung. Und auch Prompts, die bei ChatGPT gut funktioniert haben, reagieren bei Claude anders, weil das Modell anders „denkt”.
Das ist keine Kritik an Claude. Es ist ein anderes Tool mit anderen Stärken.
Auch das Ethik-Argument ist gerade sehr laut und ich kann dem durchaus einiges abgewinnen.
Anthropic hat bekanntlich einen Pentagon-Vertrag abgelehnt, weil das US-Verteidigungsministerium auf uneingeschränktem Zugang bestand. Die US-Regierung stufte Anthropic daraufhin als „supply chain risk” ein. OpenAI schloss den Deal wenige Stunden später.
Zudem legt Anthropic die ethischen Grundsätze, nach denen Claude trainiert wird, offen: in der sogenannten Claude Constitution, einem frei zugänglichen Dokument, das Werte, Prioritäten und Grenzen des Modells beschreibt: https://www.anthropic.com/constitution.
Diesen Grad an Transparenz gibt es bei OpenAI so nicht.
Und trotzdem: Anthropic nicht verklären. Auch dieses Unternehmen verfolgt monetäre Ziele und ist kein gemeinnütziger Akteur. 😇
Mein Empfehlung: Beide parallel testen bevor du “kopflos” kündigst.
Du gewinnst einiges, aber was du verlierst, wird oft kaum erwähnt.
Das Carousel zeigt, worauf du achten solltest – bevor du kündigst.
Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: Wechsel von ChatGPT zu Claude


