LinkedIn bestraft gutes Schreiben – was bleibt, schmeckt nach Einheitsbrei.
Seit LinkedIn seinen Algorithmus auf KI umgestellt hat, performen die immergleichen Texte: glatt, flüssig, vorhersagbar.
Persönlichkeit? Wird zur Störvariable.
Das ist kein Zufall. Es ist Mathematik.
Der Algorithmus analysiert Text. Er belohnt Fluency – also sprachliche Glätte und leichte Verarbeitbarkeit. Was für die Maschine lesbar ist, wird ausgespielt. Was sperrig klingt, eigenwillig formuliert, stilistisch ungewohnt: verschwindet.
Die Konsequenz ist ganz schön brutal:
Texte mit individuellem Sprachstil oder gar Ironie haben nicht etwa weniger Erfolg, weil Menschen sie nicht mögen. Sie bekommen gar nicht erst die Chance, das zu beweisen. Der Algorithmus filtert sie aus, bevor ein Mensch sie sieht.
Wir werden nie erfahren, wie viele hier eigentlich Sehnsucht nach echten Stimmen haben. Die Frage „Wollen wir das?” stellt sich nicht mehr, sie wird algorithmisch unterdrückt.
Mein Wunsch fürs dritte Türchen:
Dass ich hier wieder so schreiben darf, wie ich denke – ohne dafür unsichtbar zu werden.
Was vermisst ihr hier am meisten?
Hier der ganze Artikel auf LinkedIn: LinkedIn und der KI Algorithmus


